Stundenprotokoll vom 05.09.2014

Thema: Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen

Inhalte:

1) Besprechung der Hausaufgaben

2) Vergleich zwischen Doris und Colleen Moore

3) Wieso heißt das Buch „Das kunstseidene Mädchen“?

4) Aufgabenbesprechung: Was versteht Doris unter „Glanz“?

5) Hausaufgaben

 

1) Besprechung der Hausaufgaben:

Am Anfang der Stunde haben wir die Tabelle mit den direkten und indirekten Charakteristika von Doris in den ersten Seiten erweitert.

Dabei stehen direkte Charakteristika für konkrete Beiträge oder wörtlich übernommene Sätze und indirekte Charakteristika können unfreiwillige Preisgaben oder Interpretationen aus Doris Sätzen sein.

Unter diesem Link findet Ihr die im Unterricht erarbeitete Tabelle:

http://www.meltzow.de/blog/wp-content/uploads/2014/09/Keun_Romananfang.docx

 

2) Vergleich zwischen Doris und Colleen Moore:

In den ersten Seiten des Buches vergleicht Doris sich äußerlich mit Colleen Moore.

Um ein ungefähres Bild von Doris zu erhalten, hat Herr Meltzow uns ein Foto von Colleen Moore gezeigt.

Dabei fiel auf, dass sie makellos und perfekt aussieht. Beim Betrachten des Fotos kamen Assoziationen wie Puppe oder Diva auf.

Der Vergleich zwischen Doris und Colleen Moore unterstreicht unsere Interpretation, dass Doris sehr eingebildet ist und gerne berühmt wäre.

 

3) Wieso heißt das Buch „Das kunstseidene Mädchen“?

Nach den vorher genannten Überlegungen, sollten wir uns Gedanken darüber machen, wieso der Titel des Buches „Das kunstseidene Mädchen“ ist.

Wir haben herausgestellt, dass Seide ein sehr edler und teurer Stoff ist und Doris so sein möchte wie diese elegante Seide. Jedoch wird deutlich, dass sie diesen Traum aufgrund mangelnder Mittel nie erreichen wird und somit eher der Kunstseide ähnelt. Kunstseide ist im Gegensatz zur echten Seide eher günstiger und nur auf den ersten Blick edel und elegant.  Dies wird auf Doris bezogen dadurch deutlich, dass sie ein Glanz sein (siehe unten) und die damit verbundenen Privilegien genießen möchte, jedoch nicht in der Lage ist, sich diesen Wunsch zu erfüllen.

Die Bezeichnung als Mädchen stellt einen Dimunitiv (Verniedlichung) von Frau dar und verdeutlicht , dass Doris durch ihre Prostitution nicht dem damaligen Frauenbild entspricht (verheiratet, treu) und somit nicht als ernstzunehmende Frau akzeptiert wird.

 

4) Aufgabenbesprechung: Was versteht Doris unter „Glanz“?

Am Ende der Stunde sollten wir uns mit dem Auszug  S. 94-97, Z. 236-310 befassen und die in der Überschrift genannte Aufgabe lösen.

In der später folgenden Besprechung stellten wir heraus:

„Glanz“ bedeutet für Doris:

– Übergeordnet sein, Abheben von den einfachen Leute                                                                 – keine Verantwortung, Respekt, Unabhängigkeit                                                                            – keine Bildung notwendig/erforderlich                                                                                            – Privilegien, Luxus-Leben                                                                                                                      – Schutz vor der Gesellschaft oder Industrie

 

5) Hausaufgaben

Analysieren Sie den Textauszug S.100-101, Z. 408-446 unter Berücksichtigung der dargestellten Beziehung zwischen Herbert und Doris und deren unterschiedlichen Erwartungen an die Beziehung.

 

 

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Eine Antwort auf Stundenprotokoll vom 05.09.2014

  1. MEL sagt:

    Lea, bitte Deine Ausführungen zum Titel „Das kunstseidene Mädchen“ überarbeiten. Dies sind inhaltlich nicht korrekt.

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