Protokoll vom 18.05.2017

Protokollant: Jana Hauer

Thema der Stunde: Gregors Beziehung zum Vater unter genauerer Betrachtung der „Apfelszene“

Wir beginnen die Stund vom 18.05.2017 mit der Fragestellung der Hausaufgaben vom 11.05.2017:


Analysieren Sie das Verhaltens des Vaters und dessen Wahrnehmung durch Gregor am ende des zweiten Kapitels. Inwiefern ist von einer Peripetie zu sprechen.


Im Unterrichtsgespräch könne wir folgende Elemente  in der Szene feststellen:

  • Wiedergewonnene Stärke des Vaters
    • Uniform symbolisiert Macht
      • Vater erscheint (durch sie) besonders machtvoll (Beschreibung dur diverse   positive Adjektive (leuchtend, golden, etc.)
  • Vater erscheint größer als zuvor
    • Gregor hat an Kraft und Größe angenommen
  • Vater als Oberhaupt der Familie
    •   Dies war er zwar schon seit jeher, jedoch nah er nicht die Rolle des Versorgers ein. Durch die Verwandlung Gregors nimmt er noch weiter an Wichtigkeit in der Familie zu.
  • Vater will erneut Macht über Gregor demonstrieren um seien Stellung in der Familie zu festigen.
    • Schwester trägt Mitschuld durch Hetze auf Gregor
  • Vater hat ein patriarchalisches Familienbild wodurch er sich als Kopf der Familie sieht und die Frauen kar untergeordnet sind
  • Gregor hat eine kindliche Sicht auf den Vaters

Im folgenden suchen wir für sprachlichen und inhaltlichen Indizien für die Rolle Gregors als die eines Kindes:

  • Gregor erscheint im Gegensatz zum Vater klein
    • Perspektive von unten nach oben
  • Auftreten einer Atemnot Gregors
    • Verhalten ais seiner Kindhei
  • Wehrlos gegenüber des Vaters
    • Keine Verteidigungsversuche
  • Angst vor dem Vater
  • unterwürfiges Verhalten
  • Unsicherheit seitens Gregors
  • Vater hält „Größte Strenge für angebracht“
    • Bestrafung Gregors
  • Sicheres Verhalten des Vaters in Bezug auf seine Anschuldigungen gegenüber Gregor
  • Mutter schütz Gregor vor dem Vater
    • Jedoch: „gänzliche Vereinigung“ der Eltern stellt Gregors kindliche Wahrnehmung von Sexualität da
      • Ödypuss-Komplex : Gregor fühlt sich von seiner Mutter sexuell angezogen

Zusammenfassend halten wir fest, dass Gregor seinen Vater in der Apfelszene als deutlich stärker wahrnimmt. Dies wird besonders durch sprachliche Mittel hervorgehoben.

Wir halten noch einmal fest, dass auch in der Epik die worte nicht beliebig gewählt sind und man sie bei der Analyse stets beachten sollte.

Um auf die Frage am Anfang der Stunde zurückzukommen versuchen wir nun festzustellen, ob es sich bei der Apfelszene um die Peripetie des Werkes handelt. Wir stellen fest, dass die Geschehnisse der Szene zur vorkommenden Isolation Führen, da sich die Schwester und die Mutter nun auch gegen Gregor auf die Seite des Vaters stellen und Gregor somit komplett aus dem Familienleben verdrängen.

Wir beenden die Stunde mit einem Kahoot um ein grundlegendes Verständnis der Erzählung  sicherzustellen.