Protokoll vom 12.01.2018 und 26.01.2018

Aufgabe: Analysieren Sie den Satzbau und die Wortwahl des Auszugs  aus dem Roman „Tauben im Gras“ von Wolfgang Koeppen. Inwiefern stehen die beiden Abschnitte in Beziehung zu einanander?

 

 

Der Erzählanfang des Romans:

1.Abschnitt:

  • Wortfelder von Naturgewalten -> Verbindung mit der Natur: mächtig, unaufhaltsam -> Menschen sind ausgeliefert
  • Bedrohlichkeit durch Hinweise des auktorialen Erzählers
  • Antithesen
  • Apokalyptische Grundstimmung, welche darauf hinweist dass es vermutlich in einer Katastrophe enden wird

 

2.Abschnitt:

  • Leitmotiv:Öl
  • Nachrichten-Montage ->Schlagzeilen werden in Erzählung eingeschoben und unterbrechen diese
  • Situation der Menschen ist gekennzeichnet durch Konflikte und Ängste

 

Fazit: Die beiden Abschnitte des Erzählanfangs  beinhalten beide das Motiv der Flieger , welche den Chaos und die fehlende Harmonie symbolisieren und auf die vorraussichtliche Katastrophe hinweisen.  Zudem behandeln beide Abschnitte die allgemeine Grundstimmung der Gesellschaft, welche von Angst und Ungewissheit geprägt ist, und der Welt ( durch Schlagzeilen).

 

Protokoll vom 26.01.2018

In der Einzelstunde wurde zuerst die Klausur kurz besprochen. Herr Meltzow weiste darauf hin, dass die Schüler viele Punkte verloren haben in der Klausur durch unstrukturierte Gliederungen und fehlenden Textabschnitten wie z.B. dem Fazit. Außerdem fehlten bei vielen Schülern der Überleitungssatz zur nächsten Aufgabe.  Inhaltlich war einigen Schülern in der Klausur auch nicht klar, was in der Analyseaufgabe mit „innerer“ (innere Wünsche, Gefühlslage)  und „äußerer“(Wirklichkeit) Situation genau gemeint war.

Nachdem wir die Klausur besprochen haben, haben wir den Anfang des Romans „Tauben im Gras“ weiter vertieft und die Aufgabe zuerst in Kleingruppen und dann im Plenum besprochen.

Luca sagt, dass die Schlagzeilen einen allgemeinen Überblick von der Welt verschaffen und wie „Highlights“ im Text sind, welche den Lesefluss konstant brechen.

Außerdem wird dadurch eine direkte Dramatik bewirkt, die die allgemeine Grundstimmung verstärkt und ebenfalls Chaos einbringt.

 

Protokoll der Deutschstunde am 28.11.16

Protokollant: Denise Martin

Thema der Stunde: Besprechung der Szene „Studierzimmer“, Besprechung der Hausaufgabe „Mephistos Selbstdefinition“ Verse 1336-1378

 

 

Zu Beginn der Einzelstunde am 28.11.16 wird die Szene „Studierzimmer“ ( S. 41 , Vers 1178) ,bis zur Verwandlung des Pudels, von einigen Schülern vorgelesen und anschließend besprochen.

Besprechung der Szene „Studierzimmer“:

  • Es wird festgestellt, dass Faust es schade findet, dass er Draußen verlassen hat und wieder in sein Studierzimmer zurückgekehrt ist.    
  • „Es regt sich die Menschenliebe,                                                                                      Die Liebe Gottes regt sich nun.“  (Verse 1184-1185)                                    Diese Verse sagen aus, dass Faust sich mehr als „Menschen“ sieht und das triebhafte Tanzen und Spaß haben mit anderen Menschen gut findet. Außerdem sehnt er sich wieder nach Religion.
  • Fausts Stimmung wechselt,  da er  die Euphorie und Lebensfreude von Draußen mit in sein Zimmer nimmt und es nicht mehr negativ beschreibt.
  • Zusätzlich zu Fausts Sehnsucht nach Religion hat er das Bedürfnis nach Offenbarung und möchte dieses Bedürfnis weiter spüren.                             -> Gefühl: Es gibt einen göttlichen Plan hinter allem.
    -> Zusammenhang mit dem Pantheismus ( Gott ist überall/ das Göttliche überall sehen)
  • Zwischendurch stört ihn der Pudel, den er mit in sein Zimmer gebracht hat.                                                                                                            (Die Textabschnitte ,die links positioniert sind, stellen die direkte Ansprache des Pudels dar und die rechts positionierten Textabschnitte handeln von Fausts Situation.)
  • V.1233: Faust schlägt den Urtext des neuen Testaments auf und liest  „Im Anfang war das Wort.“

->In dem Urtext steht „logos“, welches nicht klar zu übersetzen ist.

  • Faust ist der Meinung , dass „Wort“ eine unpassende Übersetzung ist und kommt somit auf das Wort „Sinn“, welches ihn auch nicht überzeugt.
  • Er kommt zu dem Entschluss das „Tat“ eine passende Übersetzung für „Logos“ ist.                                                                                                   -> Aussage über Faust: -Tatendrang                                                                                                   -Er ist sich manchmal nicht im Klaren was er                                                  macht, weil er nicht wirklich nachdenkt.                                                   -Ihm ist Erfahrung wichtig.                                                                           -Am Anfang kann nicht nur das „Wort“ gewesen                                           sein.
  • In dem Moment, wo Faust wieder den roten Faden gefunden hat und sich wieder mit Gott und der Bibel auseinandersetzt ,fängt der Pudel wieder an zu nerven.  Es stellt sich heraus, dass der Pudel kein normaler Hund ist.        -> berühmtes Zitat: „Das ist des Pudels Kern.“
  • Er versucht den verwandelten Pudel zu bannen, aber er scheitert.
  • “ Wie nennst du dich!“, fragt Faust und Mephistoteles tritt auf.

Nach der Besprechung der Szene wird die Hausaufgabe besprochen. Die Hausaufgabe bis zum  28.11.16 bestand darin, Mephistoteles Selbstdefinition in den Versen 1336-1378 herauszuarbeiten.

Aibou stellt seine Hausaufgabe vor.

Mephistoteles:

  • Teufel
  • Stereotypisch -> repräsentiert die Finsternis und alles schlechte.
  • Betrachtet sich selber als einen Teil des Bösen.
  • Er ist die Ursache der Leiden der Menschen.
  • Eigene Inkompetenz -> Alles was er zerstört , ist der Anfang von etwas neuem.
  • “ Am Anfang war die Finsternis“ -> dreht die christliche Schöpfung um.