Protokoll der Deutschstunde am 28.11.16

Protokollant: Denise Martin

Thema der Stunde: Besprechung der Szene „Studierzimmer“, Besprechung der Hausaufgabe „Mephistos Selbstdefinition“ Verse 1336-1378

 

 

Zu Beginn der Einzelstunde am 28.11.16 wird die Szene „Studierzimmer“ ( S. 41 , Vers 1178) ,bis zur Verwandlung des Pudels, von einigen Schülern vorgelesen und anschließend besprochen.

Besprechung der Szene „Studierzimmer“:

  • Es wird festgestellt, dass Faust es schade findet, dass er Draußen verlassen hat und wieder in sein Studierzimmer zurückgekehrt ist.    
  • „Es regt sich die Menschenliebe,                                                                                      Die Liebe Gottes regt sich nun.“  (Verse 1184-1185)                                    Diese Verse sagen aus, dass Faust sich mehr als „Menschen“ sieht und das triebhafte Tanzen und Spaß haben mit anderen Menschen gut findet. Außerdem sehnt er sich wieder nach Religion.
  • Fausts Stimmung wechselt,  da er  die Euphorie und Lebensfreude von Draußen mit in sein Zimmer nimmt und es nicht mehr negativ beschreibt.
  • Zusätzlich zu Fausts Sehnsucht nach Religion hat er das Bedürfnis nach Offenbarung und möchte dieses Bedürfnis weiter spüren.                             -> Gefühl: Es gibt einen göttlichen Plan hinter allem.
    -> Zusammenhang mit dem Pantheismus ( Gott ist überall/ das Göttliche überall sehen)
  • Zwischendurch stört ihn der Pudel, den er mit in sein Zimmer gebracht hat.                                                                                                            (Die Textabschnitte ,die links positioniert sind, stellen die direkte Ansprache des Pudels dar und die rechts positionierten Textabschnitte handeln von Fausts Situation.)
  • V.1233: Faust schlägt den Urtext des neuen Testaments auf und liest  „Im Anfang war das Wort.“

->In dem Urtext steht „logos“, welches nicht klar zu übersetzen ist.

  • Faust ist der Meinung , dass „Wort“ eine unpassende Übersetzung ist und kommt somit auf das Wort „Sinn“, welches ihn auch nicht überzeugt.
  • Er kommt zu dem Entschluss das „Tat“ eine passende Übersetzung für „Logos“ ist.                                                                                                   -> Aussage über Faust: -Tatendrang                                                                                                   -Er ist sich manchmal nicht im Klaren was er                                                  macht, weil er nicht wirklich nachdenkt.                                                   -Ihm ist Erfahrung wichtig.                                                                           -Am Anfang kann nicht nur das „Wort“ gewesen                                           sein.
  • In dem Moment, wo Faust wieder den roten Faden gefunden hat und sich wieder mit Gott und der Bibel auseinandersetzt ,fängt der Pudel wieder an zu nerven.  Es stellt sich heraus, dass der Pudel kein normaler Hund ist.        -> berühmtes Zitat: „Das ist des Pudels Kern.“
  • Er versucht den verwandelten Pudel zu bannen, aber er scheitert.
  • “ Wie nennst du dich!“, fragt Faust und Mephistoteles tritt auf.

Nach der Besprechung der Szene wird die Hausaufgabe besprochen. Die Hausaufgabe bis zum  28.11.16 bestand darin, Mephistoteles Selbstdefinition in den Versen 1336-1378 herauszuarbeiten.

Aibou stellt seine Hausaufgabe vor.

Mephistoteles:

  • Teufel
  • Stereotypisch -> repräsentiert die Finsternis und alles schlechte.
  • Betrachtet sich selber als einen Teil des Bösen.
  • Er ist die Ursache der Leiden der Menschen.
  • Eigene Inkompetenz -> Alles was er zerstört , ist der Anfang von etwas neuem.
  • “ Am Anfang war die Finsternis“ -> dreht die christliche Schöpfung um.

 

 

 

 

 

 

 

 

Protokolle vom 14.11.2016 und 17.11.2016

Protokoll vom 14.11.2016

 

Protokollantin: Anna Lardinoix

Thema der Stunde: Fausts Entgrenzungsversche

Wir finden uns in kleinen Gruppen zusammen und jedes Gruppenmitglied stellt „seinen“ Entgrenzungsversuch vor.

Daraus entsteht folgendes Tafelbild:

Fausts Entgrenzungsversuche:

Ausgangssituation: Faust wird sich der Begrenztheit der Erkenntnisfähigkeit bewusst

1.Versuch: Zeichen des Makrokosmos

(V.418-459)

2. Versuch: Beschwörung des Erdgeistes:

(V.460-517)

3. Versuch: Suizid

(V.686-784)

Das Zeichen des Makrokosmos stellt ein abstraktes Modell der Welterklärung dar, welches jedoch Fausts Grundlegende Fragen offen lässt Faust beschwört den Erdgeist herauf, ist jedoch dessen Antlitz nicht gewachsen, da der Geist ein höheres Wesen darstellt welches Faust nicht verstehen kann, er ist der Welt der Magie nicht gewachsen Faust versucht den Grenzen seiner Erkenntnis durch Selbstmord zu entkommen, wird jedoch von den Engeln, die ihn durch ihre Lieder an seine Kinderzeit erinnert wie schön er die Welt fand und setzt das Gift ab

 

Fazit der Stunde: Faust schafft es nicht, seinen Horizont zu erweitern

Hausaufgabe: Inwiefern spiegelt die Szene Nacht die verschiedenen Epochen zu Lebzeiten Goethes wider?

Protokoll vom 17.11.2016

Thema der Stunde: Die Szene „Nacht“

Wir besprechen die Hausaufgeben. Chiara kiest ihren Text vor. Daraufhin wird über weitere Textstellen in der Szene Nacht  gesprochen, in denen man ebenfalls die Epochen wiedererkennen kann.

Herr Meltzow stellt folgendes wichtiges Merkmal heraus: In Faust gibt es immer eine Gegenbewegung zwischen Freiheit und Gefangenschaft, Weite und Enge, Euphorie und Melancholie oder Systole und Diastole in der sich Faust bewegt.

Danach stellt Herr Meltzow noch weitere Romantikbezüge in Faust dar, zum Beispiel die Natur, das Entfliehen aus der Realität und so weiter. Auch in V. 386 gibt es einen Entgrenzungsversuch, der ebenfalls Bezüge zur Romantik herstellt.

Danach müssen wir im Buch ab V. 522-557 den Dialog zwischen Wagner (der in Faust den Aufklärer darstellt) und Goethe entweder mit Subtext oder modernen Text neu schreiben bzw. unterlegen.