Poetry Slam

Auf Wunsch eine List von Slam-Videos:

Lyrik

Nadja Schlüter – Lob an die Gleichzeitigkeit

Felix Römer – Wie ich einmal fast wie die anderen geworden wäre

Svenja Gräfen – Schwarz Weíß

Theresa Hahl – Mein Herz

Julian Heun: Eis essen

Julia Engelmann: Eines Tages , Baby, werden wir alt sein

Comedy:

Patrick Salmen – rostkurpferbraun

Lyrik Videos:

Bas Boettcher – Dot Matrix

 

Und hier der Link auf die FB-Seite vom Aachener Poetry Slam.

Termin für uns: Freitag, 7.4

Protokoll vom 16.03.2017

Protokollant: Chiara Wendorff

Thema der Stunde: Gedichtanalyse (des Gedichts ,,Der Spinnerin Mondnacht“)

Wir beginnen die Stunde am 16.03 mit einer Fragerunde zum Thema Gedichtanalyse. Dabei klären wir relevante Aspekte für die Klausur, in der wir ein Gedicht aus der Epoche der Romantik analysieren werden.

In der Zusammenfassung des Gedichtes sollen keine Details genannt werden, sondern allgemeine Beobachtungen geschildert werden. (Beispiel: Ortsangabe des lyrischen Ichs)

Zuerst gehen wir auf Merkmale eines Gedichtes ein. Zu beachten ist unter anderem der Schreibstil. Beim Zeilenstil endet der Inhalt beispielsweise mit dem Ende eines Verses. Beim Hakenstil breitet sich ein Satz über mehrere Verse aus, also mehrere Enjambements ineinander verhakt. Außerdem müssen in der Klausur das Reimschema und Kadenzen beachtet werden. Es gibt sowohl weibliche als auch männliche Kadenzen.

Bei einer weiblichen Kadenz ist die letzte Silbe eines Verses unbetont (Bsp.: Lüfte)

Dagegen ist bei einer männlichen Kadenz die letzte Silbe eines Verses betont (Bsp.: Band)

Weiterhin sprechen wir über Brüche und Einschnitte. Bei einem Bruch verändert sich zum Beispiel das Reimschema oder der Inhalt und bleibt dann bis zum Ende des Gedichtes in der Form des Bruches. Wenn man von einem Einschnitt spricht, gibt es eine Änderung für einen Vers oder eine Strophe, nach welcher man dann wieder zur ursprünglichen Form zurückkehrt.

Danach sprechen wir über das Vorgehen bei einer Gedichtanalyse und die Schritte zu dessen Vorbereitung. Zuerst sollte man das Gedicht mehrfach lesen und dabei Auffälligkeiten in der Struktur markieren. Zum Beispiel, ob und wie die Strophen und Verse inhaltlich zusammenpassen. Dann sollte man noch auf Bilder, Assoziationen und Stimmungen achten, die beim Lesen des Gedichtes durch verschiedene Worte ausgelöst werden. Dabei kann man auch schon eine erste Interpretationshypothese erstellen. Dazu gehört, die Stimmung oder Gefühle des lyrischen Ichs aus dem Gedicht heraus zu interpretieren.

In der zweiten Stunde bekommen wir das Gedicht ,,Der Spinnerin Mondnacht“ von Clemens Brentano, bei welchem wir die Schritte zur Vorbereitung eines Gedichtes anwenden sollen.

Allgemein kann gesagt werden, dass das Gedicht aus sechs Strophen mit jeweils vier Versen besteht. Das Reimschema ist durchgehend ein umarmender Reim und das Metrum ist der Jambus. Außerdem ist jede Strophe in zwei weibliche und 2 männliche Kadenzen eingeteilt. Jeweils die äußeren Verse einer Strophe beinhalten eine weibliche Kadenz und die inneren Verse einer Strophe sind männliche Kadenzen.

Danach stellen wir Motive und Hypothesen zu dem Gedicht. Dabei fällt auf, dass Strophe eins, drei und fünf von der Vergangenheit des lyrischen Ichs handeln. Die aufgestellte Hypothese zu diesen Strophen ist, dass das lyrische Ich an jemanden denkt und diese Person vermisst. Das sich wiederholende Motiv ist die Nachtigall, welche ein naturalistisches Motiv der Epoche der Romantik ist (vgl. V. 2; V. 10; V. 18).

Ein weiterer Aspekt ist, dass die weiblichen Kadenzen die männlichen Kadenzen umarmen, woraus wir die Hypothese aufstellen, dass die Spinnerin beziehungsweise das lyrische Ich, sich nach einem verstorbenen Mann sehnt.

In den Strophen zwei, vier und sechs wird die Gegenwart verkörpert, sowie auch Zukunftsgedanken. Unter anderem findet sich in Strophe zwei das Spinnrad, welches für den Teufelskreis steht, in dem sich das lyrische Ich befindet und kein Entrinnen daraus findet. Die zyklische Entwicklung wird auch durch die Wahl der Worte am Versende der weiblichen Kadenzen deutlich (Vgl. weinen, scheinen, scheinen, vereinen, vereinen, weinen). Sie wünscht sich mit der Person, die sie vermisst, wieder vereint zu sein.

Außerdem befindet sich dort das Motiv des Mondes, welches auch ein naturalistisches Bild ist, welches zu der Epoche der Romantik gehört. Dadurch wird auch ein Bild von Sentimentalität und Melancholie vermittelt.

Ein letztes Motiv ist das von dem vereinenden Gott, wodurch Zukunftsgedanken ausgedrückt werden. Eine aufgestellte Hypothese dazu ist, dass sie sich nach dem Tod sehnt, um mit dem Verstorbenen zusammen zu sein.

Protokoll für den 09.03.17 & 13.03.17

Protokoll für den 09.03.17

Zu Beginn der Stunde wird die Entstehung eines lyrischen Werkes thematisiert. Jedes lyrische Werk beginnt mit der Erstellung einer Rohfassung, welche als Basis dient. Auf dieser Aufbauend wird die Rohfassung im Laufe der Arbeit soweit verändert und verbessert bis ein fertiges Werk entsteht.

Danach werden erste Assoziationen zusammengetragen, die mit dem Begriff Lyrik in der Epoche der Romantik in Zusammenhang gebracht werden.

  • assoziativ, bildlich
  • Ästhetik => Zusammenspiel von Form und Inhalt
  • Elemente des Verstands entscheidend

Im Anschluss daran zeigt Herr Meltzow dem Kurs Caspar David Friedrichs Bild Zwei Männer in Betrachtung des Mondes , welches vom Kurs wie folgt beschrieben wird.

Es sind zwei Männer zusehen, die allein in einem verlassenen Wald stehen und in die Ferne in Richtung Mond blicken. Die Männer befinden sich in einem Wald, dessen Bäume kahl und abgebrochen sind. Es fällt auf, dass die Männer mit dem Rücken zum Betrachter gemalt wurden. Sie blicken sich umarmend in Richtung des Mondes, der sich im Zentrum des Bildes befindet und die einzige Lichtquelle darstellt. Sowohl der Himmel als auch der Wald werden sehr finster dargestellt.

Anschließend tragen die Schülerinnen und Schüler mithilfe des Bildes die zentralen Themen, mit denen sich die Romantiker befassen, zusammen.

  • Aufwertung der Natur im Verhältnis zur Zivilisation/ Kultur
  • Flucht in die Natur (Eskapismus)
  • Phantasie und Traum als Gegenwelt zur Realität
  • unerfüllte Sehnsucht nach Harmonie
  • Hinwendung zur Mystik
  • Drang nach Freiheit

Auf Grundlage der herausgearbeiteten Themen der Epoche der Romantik werden Gründe gesucht, weshalb sich die Menschen zu dieser Zeit mit derartigen Themen so intensiv auseinandersetzten. Schnell kommt der Kurs zu dem Schluss, dass die Themen in Zusammenhang zur zu dieser Zeit einsetzenden Industrialisierung stehen. Die Menschen sehnten sich nach einem Leben, in der die Natur noch unberührt und die Welt in ihren Augen friedlich war, zurück. Sie träumten von einer Welt in der die Menschen und die Natur in Einklang existieren können. Diese Sehnsucht bleibt jedoch unerfüllt.

Im zweiten Teil der Stunde wird das Gedicht Mondnacht (siehe Link im Blog) behandelt. Es wurde im Jahr 1830 von Josef Freiherr von Eichendorf geschrieben. Eichendorf wurde 1788 in Oberschlesien geboren. Er war ein bedeutender Lyriker und Schriftsteller und starb im Jahr 1857.

Es werden erste Beobachtungen gesammelt und als Tafelbild festgehalten. Den Schülern fällt auf, dass sich in dem Gedicht viele Begriffe befinden, die dem Wortfeld Natur zugeordnet werden können.

Bsp.:

  • Himmel (V. 1)
  • Felder (V. 5)
  • Wälder (V. 7)
  • Lande (V. 11)
  • etc.

Des weiteren wird „Blütenschimmer“ (V. 3) als Neologismus (Wortneuschöpfung) erkannt. Mit Hilfe dieses Begriffs werden mehrere Sinne des Menschen angesprochen. Wörter dieser Art werden auch als synästhetisch bezeichnet. Der Leser kann sich dem Begriff auf mehreren Ebenen und mit mehreren Sinnen annähern und kann so auch unterschiedlich gedeutet und interpretiert werden.

Als weitere Auffälligkeit wird die häufige Verwendung von Begriffen genannt, die eine ruhige und stille Wirkung erzielen. Bsp.:

  • still (V. 2 + 11)
  • sacht (V. 6)
  • rauschten (V. 7)
  • leis (V. 7)

Bei einigen Begriffen ist es auffällig, dass sie sowohl stille beschreiben als auch still und sanft ausgesprochen werden. Das „sch“ in rauschten beispielsweise bewirkt in seiner Aussprache das selbe wie die Bedeutung des Wortes. Man nennt dieses Stilmittel Onomatopoesie.

Im folgenden werden Hypothesen über die Themen, die das Gedicht behandelt aufgestellt.

  1.  Wirkung durch Bildlichkeit und Naturbeschreibungen
  2. Stimmung: Melancholie
  3. Religiöses Motiv: Sterblichkeit/ Auferstehung

In der folgenden Arbeitsphase werden in Kleingruppen die zuvor aufgestellten Hypothesen kritisch hinterfragt und anhand des Gedichts gestützt oder widerlegt.

Im allgemeinen werden den Hypothesen zugestimmt, jedoch werden weitere Beobachtungen mit dem gesamten Kurs geteilt. Eine Gruppe macht während ihrer Arbeitsphase einige Personifikationen im Gedicht ausfindig.

  • Himmel (V. 1)
  • Erde (V.2)
  • Luft (V. 5)

Da die Zeit nicht mehr ausreicht, kann nicht näher auf die Funktion der Personifikationen eingegangen werden.

Als Hausaufgabe soll eine vollständige Analyse des Gedichts geschrieben werden.

 

Protokoll für den 13.03.17

In der Einzelstunde stellen zwei Schüler ihre Hausaufgaben vor (eine davon im Blog). Anschließend stellt der Kurs heraus, dass es unbedingt von Nöten ist, den Inhalt, die Form und die sprachlichen Mittel miteinander zu verknüpfen. Es reicht nicht aus ein sprachliches Mittel zu benennen, jedoch nicht dessen Wirkung darzustellen und diese mit dem Inhalt zu verknüpfen.

Herr Meltzow weist wie schon bei der vorherigen Klausur auf das „Sanduhrmodell“ hin. Zunächst muss das Thema sehr allgemein formuliert werden. Anschließend wird eine weit gefasste Hypothese formuliert, die im folgenden immer weiter fokussiert wird. Zum Ende wird ein allgemeines Fazit formuliert.

Protokoll vom 02.03.17

Diese Stunde des Deutschunterrichts befasst sich mit der Einführung in die Lyrik und Ziel soll es sein, einen Zugang zu Lyrik zu schaffen und zu Verständnis zu bringen, was Lyrik genau ist, da dieses Thema oft mit Vorurteilen verbunden sei.

Der Begriff der Lyrik stammt von Lyra, welches ein musikalisches Werk beschreibt und beispielsweise erklärt, wieso in Lyrik ein Rhythmus vorzufinden ist.

Hauptsächlich soll im Verlauf des Unterrichts Lyrik des 19. Jahrhunderts thematisiert werden.
Dies beinhaltet nicht nur Inhalte der Romantik, sondern auch politische Lyrik, welche als ein starkes Macht- & Protestmittel galt.

Im weiteren Verlauf der Stunde wird folgendes an die Tafel geschrieben:

Die Blätter fallen, fallen wie von weit
Als welkten in den Himmel ferne Gärten
(Rilke)

Auch ein möglicher Ausdruck: Es ist Herbst.
Die Unterschiede zwischen Rilkes Gedichtausschnittes und „Es ist Herbst“ sind folgende:

  • Es findet eine Gefühlsvermittelung mithilfe von sprachlichen Mitteln statt
  • Es wird ein metaphorisches Bild erzeugt, was ein zentrales Element der Lyrik ist
  • Es existiert viel Raum für Interpretation, es ist also kein einfacher Zugang vorhanden
  • Durch des Rhythmus wird ein gewisser Klang erzeugt
  • Gleichzeitig wird das Motiv der Epoche übermittelt, da der historische Kontext beispielsweise Kunst und Lyrik stark prägte bzw immer noch prägt

Später im Unterricht wird ein Experiment durchgeführt. Benötigt wird nur ein leeres Blatt und etwas zu schreiben. Als Rechtshänder nimmt man den Stift in die linke Hand, als Linkshänder in die rechte Hand. Es wird ein Wort aufgeschrieben und nach einer kurzen Zeit des Betrachtens, muss jeder die Augen für Zehn Sekunden schließen. Später werden alle Assoziationen zu dem Wort aufgeschrieben, ohne jegliche Pausen zu machen, bis ein Stoppzeichen folgt.

Danach werden verschiedene Eindrücke ausgetauscht:

  • Einem fiel es allgemein schwer, da man keine Denkpausen hatte
  • Man war überrascht, was einem alles zu einem Wort einfallen kann
  • Man hat sich woanders hinleiten lassen, was teilweise nichts mehr mit dem Begriff zu tun hat

Wie dann aufgeklärt wird, war dieses „woanders hinleiten lassen“ ein Ziel des Experiments und eine gewisse Interpretation von Lyrik, und zwar, dass nicht immer an bekannte Strukturen festgehalten werden sollte.
Auch gilt dieses Experiment als gutes Mittel, um zum Beispiel (Schreib-) Blockaden aufzulösen.
Die Idee sei einfach zu machen und sich von seinen Gefühlen leiten zu lassen.

Nach dieser Reflexion lautete der Auftrag, das bereits Aufgeschriebene vortragsfähig zu gestalten.

Hier der Vortrag von Paula zum Begriff „Einsam“:

Wasser
überall
die Dunkelheit schlingt ihre langen kalten Finger um mich
wie in einem Käfig
bin ich gefangen
in meinen eigenen Gedanken

Die Musik ist aus
aber das weiße  Rauschen dröhnt in meinen Ohren

Der Spiegel ist zerbrochen
Ich kann nicht durch die Scheibe sehen
Sie ist schwarz und weiß

Wie die Schatten die nach mir rufen
und mich zu sich zerren wollen
Ich kann ihre schreie nicht hören
nur ihr Flüstern
Tief unten
wo das Wasser meine Lungen füllt

Fazit des Experimentes ist, dass man ohne diese Technik niemals diese Gefühle hätte vermitteln können.

Des weiteren beschäftigt man sich im Unterrichts mit einem bekommenen Arbeitsblatt und bekommt 15 Minuten Zeit, um mit Hilfe dieses Blattes zu sprachlichen Bildern das Gedicht des Sitznachbarn zu analysieren.
Strukturiert wird diese Analyse mithilfe einer Tabelle.
Bis zum Ende der Stunde werden einige Ergebnisse vorgetragen und besprochen.

Protokoll vom 16.02.17 & 20.02.17

Protokoll 16.02.:

In dieser Deutschstunde hat Hr. Meltzow ein Referat über die Dramentheorie gehalten. Im Folgenden wird der Inhalt zusammengefasst und wiedergegeben.

Im Allgemeinen gibt es drei Literaturgattungen, die Lyrik, die Epik und die Dramatik. Gustav Freytag, der ein Schriftsteller war, systematisierte die klassische Dramatik, indem er eine Struktur aufstellte, die den Aufbau eines klassischen geschlossenen Dramas aufweist (siehe Referat für die Struktur). Diese Struktur ist aber nicht als eine Anleitung zu deuten.

Ein klassisches geschlossenes Drama hat kein offenes Ende, da der Handlungsverlauf immer zu einem Ende kommt. Außerdem ist es bei einem klassischen geschlossenen Drama typisch, dass alle Ereignisse alle an einem Tag und an einem Ort (z.B. in derselben Stadt) geschehen. Ein weiterer Aspekt ist, dass es keine Parallelhandlungen oder keine Sprünge gibt und die Handlungen chronologisch sind.

Der grundsätzliche Unterschied zwischen einem klassischen Drama und einer klassischen Tragödie ist, dass es bei einer Tragödie eine Moral, also belehrende Auswirkungen auf die Zuschauer gibt, die z.B. Vorbilder oder vermeidbare Handlungen sein können. Diese werden bei klassischen Tragödien immer durch Adelige dargestellt, und somit ist nur edeles Handeln vorzufinden. Im Gegensatz dazu gibt es bei Dramen keine Lehre, sondern spaßige Handlungen und kein tragisches Ende. Die Gegenbewegungen zu dem klassischen Drama und zu der klassischen Tragödie sind offene Dramen und Tragödien, die eine offene Handlung haben.

Nach der Besprechung, ob Faust eine klassische geschlossene Tragödie oder eine offene Tragödie ist, haben wir uns geeinigt, dass Faust mehr Aspekte der offenen Tragödie aufweist als Aspekte der klassischen Tragödie. Beispiele sind, dass in Faust Polymethien, also dass mehrere Handlungen gleichzeitig geschehen, enthalten sind. Hinzufügend gibt es auch Zeitsprünge, die für ein offenes Drama sprechen, wie das Überspringen der Schwangerschaft Gretchens und der Mord des Kindes. Desweiteren charakterisieren die Räume in Faust das Verhalten der Personen, wie z.B. das Studierzimmer Enge darstellt und die daraufhin folgende Szene, die draußen abspielt, wiedersprüchlich zu dem vorherigen Weite darstellt.

Es sind zwar auch Aspekte der klassischen Tragödie vorzufinden, jedoch nur wenige. Außerdem müssen bei einer klassischen Tragödie oder bei einem klassischen Drama die Form und Inhalt passen, jedoch passt bei Faust der klassische Inhalt nicht zum modernen Faust.

 

Protokoll 20.02.:

In dieser Stunde haben wir darüber gesprochen, ob Faust Teil 1 ein bürgerliches Trauerspiel ist und warum. Zu Beginn haben wir die Eigenschaften eines bürgerlichen Trauerpiels besprochen. Diese sind, dass bürgerliche Trauerspiele abgewandelte klassische Dramen sind und sich auf die bürgerliche Welt beziehen. Es kommen also Konflikte innerhalb eines Standes gegen die Adeligen und auch gesellschaftskritische Spiele vor, wobei bürgerliche Personen im Zentrum des Dramas stehen. Hierbei werden Probleme zwischen Ständen thematisiert. Ein weiterer Aspekt ist, dass der Begriff „bürgerliches Trauerspiel“ ein Oxymeron ist, was bedeutet, das der Ausdruck „bürgerliches Trauerspiel“ in sich wiedersprüchlich ist, da ein Trauerspiel nicht bürgerlich sein kann und diese früher immer adelig waren.

Nun kann man sagen, dass Faust ein bürgerliches Trauerspiel ist, da in der Tragödie erstens Tragik in der bürgerlichen Welt dargestellt wird und zweitens ein unpolitisches Familienkonflikt Ursache für das tragische Ende ist.