Protokoll vom 30.11.17

Zunächst beginnen wir die Doppelstunde am Donnerstag, dem 30.11 indem wir die Szene „Ich wollte mal richtig Taxi“
erneut kurz zusammenfassen und einige Aspekte der vorherigen Stunde wiederholen.

Filmische Elemente in dieser Szene:
– Spiegelstriche entsprechen dem Schnitt im Film
– Taxifahrt entspricht der Kamerafahrt
– Doris beschreibt alles detailliert (Umgebung) —> Sinneseindrücke
– Rückblende zu Beginn —> Zeitsprung/ Flashback

—> Literatur und Film beeinflussen sich gegenseitig

Anschliessend besprechen wir die Hausaufgaben für die heutige Stunde und halten die Thesen der drei Textausschnitte fest:

Leo Tolstoi: Der Film verändert die Literatur
– positiver Wandel der literarischen Kunst durch Anpassung an Film und Leinwand
– Lebensnäherer Schreibstil – schnellerer Szenenwechsel, Ineinander von Gefühl und Erfahrung —> Bewegung

Alfred Döblin:
– komplex, durcheinander, rapide Abläufe —> Gedankensprünge
– Knappheit, Sparsamkeit an Worten
– nicht mehr erzählend
– realitätsnah

Adolph Behne: Der Film als demokratische Kunst
Entwicklung neuer Kunst und Sprache
– einfach, gerade, legitim, exakter, anschaulich, klar
zeitliche Darstellung
– Sprache als Anschauung entwickelt

Nachdem wir die Hausaufgaben besprochen haben stellen wir literarische Texte Filmen gegenüber. Der Film kann (damals, als ein neues Medium) Bild und Ton gleichzeitig miteinander verbinden, was zuvor nicht möglich war.
Mimik & Gestik/ Emotionen und Musik werden sofort miteinander verbunden, während die Literatur dies nicht in derselben Geschwindigkeit schaffen kann, sondern hierfür mehrere Sätze benötigt.
Im Anschluss daran bearbeiten wir in Gruppen eine kreative Aufgabe, wir sollen Doris Taxifahrt als Sequenzplan darstellen.
Am Ende der Stunde besprechen wir die Aufgabe und drei Gruppen präsentieren und stellen ihre unterschiedlichen Ergebnisse vor.