Protokoll der Deutschstunde am 08.03.2018

Protokoll der Deutschstunde am 08.03.2018

Protokollant: Tomke Kremer

Thema der Stunde: Sprachphänomene in der deutschen Sprache

In der Doppelstunde am 08.03.2018 beschäftigen wir uns mit dem Thema „Sprachphänomene in der deutschen Sprache“. Dazu soll jeder einen Selbsttest ausfüllen, in dem 19 Sätze gegeben sind, die unter den vier Kategorien uneingeschrängt akzeptabel, also sowohl schriftlich als auch mündlich akzeptabel, nur mündlich akzeptabel, eher inakzeptabel  und inakzeptabel einzuordnen sind.

Anschließend vergleichen wir unsere individuellen Einschätzungen, diskutieren über unterschiedliche Bewertungen und fassen zusammen welche Veränderungsprozesse in der deutschen Sprache zu finden sind:

  • Abbau von semantischer Differenzierung (Bsp.: schwer – schwierig)
  • Veränderung der Rechtschreibung (Bsp.: Steffi’s Teeladen)
  • grammatikalische Veränderungen (Bsp.: Verzicht auf Konjunktiv oder Genitiv)
  • Übernahme aus anderen Sprachen (Bsp.: „Das macht keinen Sinn“)
  • syntaktische Veränderungen (Bsp.: „Trotzdem“ als Konjunktion)

Wir sammeln weitere Beispiele Sprachphänomene, die uns selber in unserem Alltag auffallen:

  • harte Verben werden wie schwache Verben konjugiert (Bsp.: anstatt ich frug – ich fragte)
  • Anstatt außer mir – außer ich
  • „es geht sich um“
  • Anstatt „als“ „wie“ / oder „als wie“

Dabei fällt uns auf, dass jeder in der Sprache etwas anderes als richtig empfinde. Wir wenden und also anschließend der Frage, was in der deutschen Sprache „richtig“ oder „falsch“ ist, und durch was dies definiert wird.

Im Duden sind alle Wörter der deutschen Sprache festgehalten, die von einem Großteil der Gesellschaft (also zum Beispiel in der Literatur oder in den Medien) verwendet werden.  Daraus lässt sich schließen, dass sich Sprache und Grammatik ändern. Also können Satzstrukturen damals als „richtig“ angesehen worden sein, die heute jedoch „falsch“ sind und von einigen wieder verwendet werden, wodurch zu erwarten ist, dass diese Form in der Zukunft wieder als „richtig“ angesehen wird, wenn ein Großteil der Gesellschaft diese Verwendung übernimmt.

Für die Frage, warum dennoch einige daran festhalten, Sprache als falsch oder richtig einzuordnen, und für die individuelle Person „falsche“ Verwendung oft ein Gefühl von Wut anregen, haben wir im Unterricht verschiedene mögliche Antworten gesammelt:

  • Gefühl für Aestetik  -> jeder hat seine eigene Ordnung, die er auf Sprache anwendet
  • Abhängig vom Umfeld, in dem man aufwächst
  • verschieden angemessene Sprache in verschiedenen Bereichen (z.B.: schriftliche Verwendug in Klausuren – mündliche Verwendung unter Freunden)
  • Menschen, die sich über Sprache definieren -> Glaube daran, der besseren Schicht anzugehören

Zum Ende der zweiten Unterrichtsstunde  schauen wir das Video „Deutschkurs für Türken – Ladykracher“ (https://www.youtube.com/watch?v=r_Pf7Lycm2E) an, bei dem uns bewusst wird, dass auch Dialekte und Soziolekte eine bedeutende Rolle in der Beeinflussung einer Sprache spielen, und wir oft definierte Sprachmodelle im Kopf bilden, die wir zu verschiedenen Gruppen zuordnen und wir diese Verhaltensweise kritisch in Frage stellen sollten.

 

Protokoll vom 26.09.2016

Protokoll vom 26.09.2016

Hausaufgabe zur Stunde (26.09.):

Eine Analyse zum Sachtext „Wiedersehen mit Whorf“ von Dieter E. Zimmer verfassen.

Thema des Textes: Zimmer beurteilt Whorfs Hypothesen, wie unsere Sprache unser Denken beeinflusst. Dabei hinterfragt er Whorfs linguistisches Relativitätsprinzip kritisch und unterstützt seine eigenen Thesen mit vielen Argumenten und Beispielen.

Unterrichtsstunde:

In der Unterrichtsstunde haben wir uns mit zwei verschiedenen Hausaufgaben bzw. Analysen befasst und diese anschließend kritisch beurteilt.

Feedback zur ersten Analyse (angehängt):

  • mehr Informationen zur Struktur und zum Aufbau des Textes angeben können
  • mehr Zeilenangaben angeben können
  • fehlende Erläuterung, warum Zimmer keine Strategie der Beeinflussung des Lesers anwendet
  • nur die Sachen erwähnen, die im Sachtext angesprochen werden (zu viel Bezug zu Whorf)
  • Argumentationsgang soll inhaltlich näher erläutert werden
  • passende Einleitung
  • gute Zusammenfassung
  • angemessene Sprache
  • gutes Fazit gezogen

Feedback zur zweiten Analyse (in einem separaten Blogbeitrag):

  • Einleitungssatz nicht sehr verständlich
  • Fazit ist etwas zu knapp
  • auf Wortwahl achten (Umgangssprache)
  • linearer Aufbau -> gut strukturiert, leicht zu folgen und zu verstehen
  • sehr lang und ausführlich analysiert -> Punkte der Analyse sehr gut abgearbeitet
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Erste Analyse Teil 1

 

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Erste Analyse Teil 2
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Erste Analyse Teil 3

Protokoll vom 19.09 und 22.09.2016

19.09.

Wir besprechen den Text „Das linguistische Relativitätsprinzip“ von Lee Whorf, den wir als Hausaufgabe in Sinnabschnitte unterteilt haben, und stellen folgende Thesen auf:

  • Sprache formt und drückt Gedanken aus
  • Sprache ist relativ (nicht eindeutig)
  • Sprache differenziert (Dinge voneinander)
  • Sprachen aus dem selben Sprachraum unterscheiden sich wenig/sind kaum relativ zueinander
  • Sprache verhindert Objektivität
  • Sprache scheint frei (keine Sensibilität gegenüber der Relativität / Eingeschränktheit)

=>Sprache beeinflusst unser Weltbild.

 

22.09.

Zu Beginn der Stunde teilt uns Herr Meltzow mit, zu welchen der im Unterricht durchgenommenen Themen wir eine Sachtextanalyse in der Klausur schreiben könnten. Hierbei wird noch einmal der Unterschied zwischen Sachtextanalyse und Erörterung geklärt; bei einer Erörterung muss man im Gegensatz zur Sachtextanalyse seine eigene Meinung mit einbringen.

Die für die Klausur relevanten Themen sind:

  • die vier Spracherwerbstheorien (Kognitivismus, Nativismus, Behaviorismus und Interaktionismus)
  • Sprache als Weltsicht (linguistische Relativitätstheorie)
  • Aspekte der Mehrsprachigkeit

Als Vorbereitung auf die Klausur wiederholen wir den Aufbau einer Sachtextanalyse (siehe Arbeitsblatt) und klären einige Punkte noch genauer:

  • Gliederung:
    • Einleitung: Informationen weit und allgemein gefasst
    • Hauptteil: Informationen fokussiert
    • Schluss: Informationen wieder weit mit Fazit

(Herr Meltzow stellt diese an der Tafel zur Veranschaulichung als Sanduhr dar.)

  • Argumentationsgang:
    • induktiv: Argumente mit folgendem Fazit
    • deduktiv: Hauptthese am Anfang mit folgenden Argumenten
    • dialektisch: pro und contra Argumente abwechselnd
  • verschiedene Argumentationsweisen:
    • Faktenargument: verweist auf ein Faktum
    • Autoritätsargument: Bezug auf Autorität nehmen
    • Traditionsargument: „Das war schon immer so.“
    • Kausalargument: Etwas folgt auf etwas anderes aufgrund eines

logischen Zusammenhangs (Kausalkette).

  • Umgang mit fremden Positionen:
    • sachlich: wissenschaftlicher Kontext
    • polemisch: persönlich, zynisch; teils journalistischer Kontext
    • abwertend
  • Sprachstil:
    • pathetisch: übertrieben ausdrucksstark / theatralisch

=> emotionalisierend / leserlenkend

Hinweis: Die oben aufgeführten Punkte sind nur Ergänzungen zum Arbeitsblatt.

Im Rest der Stunde beschäftigen wir uns mit dem Text „Wiedersehen mit Whorf“ von Dieter Zimmer, indem wir einen Schreibplan für eine Sachtextanalyse erstellen, und beginnen die Analyse zu schreiben, die wir als Hausaufgabe beenden sollen.

Protokoll vom 12.09.2016

Protokollant: paueul

Thema: Aspekte der Mehrsprachigkeit

In der Hausaufgabe sollten relevante Aussagen zu dem Text „Aspekte der Mehrsprachigkeit“ von Claudia Rhiel herausgearbeitet werden. Diese besprechen wir gemeinsam.

Definition:

  • Differenzierte Mehrsprachigkeit bedeutet, dass nicht beide Sprachkompetenzen auf dem gleichen muttersprachlichen Niveau liegen.
  • Situatives Umschalten unterschiedlicher Sprachcodes (elaborierter Code –>syntaktisch komplex, Fachbegriffe, großer Wortschatz und der gegensätzliche restringierte Code)

Erwerb:

Beim Erwerb unterscheidet man zwischen dem ungesteuertem Erwerb und dem gesteuerten Erwerb. Beim ungesteuertem Erwerb wird die Sprache entweder als billinguale Erstsprache (dies ist das Erlernen der Sprache als Kleinkind bis zu einem Alter von 3 Jahren) oder nachrangig erworben. Dabei ist es entscheidend, ob die Sprache in gemischtsprachigen Familien gemischt oder nach dem „une personne – une langue“-Prinzip (jede Sprache wird einer Person zugeordnet) erlernt wird. Beim gesteuertem Erwerb wird die Sprache durch Unterricht (learning) erworben.

Diese beiden Spracherwerbe sind jedoch miteinander gekoppelt; beispielsweise bei Migrantenkindern. Diese lernen die Zweitsprache mit Hilfe des gesteuerten Erwerbs in der Schule ( –> Unterricht).

Vorteile:

  • Mehrsprachige lernen schneller Drittsprachen/eine weitere Sprache
  • Transfer ( „Andocken“ )
  • Codeswitching
  • Erkennen von Struckturen und Wörtern
  • Paraphrasieren
  • Differenzierte Sicht auf die Welt

Erfahrungen:

Am Ende der Stunde erzählen mehrsprachige Schüler von ihren Erfahrungen. Dabei sind ein paar Gemeinsamkeiten aufgefallen:

  • Sätze werden mit beiden Sprachen vermischt
  • Eine Sprache wird zu Hause häufiger gesprochen
  • Mit bestimmten Mitgliedern der Familie (z.B. Tante) wird nur eine Sprache gesprochen
  • Mit jeder Sprache wurde ein Ort verbunden (z.B. Kindergarten-Deutsch, Zuhause-rumänisch)
  • Die deutsche Sprache fällt leichter als die Muttersprache

Es stellt sich jedoch auch heraus, dass ein Nachteil von gemischtsprachigen Eltern der Ausschluss des andernsprachigen Elternteils bei Gesprächen ist.

 

 

Protokoll vom 29.08.2016 und 01.09.2016

29.08.2016

Protokollant : Victor Barbu

Thema : Prinzipien eines Blogs

In der einzelstunde am Montag den 29.08 gehen wir die Prinzipien eines Blogs noch einmal durch. Herr Meltzow stellt seine website vor und erklärt und wie er sich den Blog wünscht. Hierbei wird erwähnt, dass der Blog immer bis zur nächsten Stunde fertig geschrieben sein soll.

 

01.09.2016

Thema : „Definition“ von Erich Fried

Erich Fried ist ein deutscher Nachkriegsauthor. Seine Eltern lebten im KZ. Mit seinem folgendem Gedicht beschäftigen wir uns in dieser Doppelstunde.

Ein Hund

der stirbt

und der weiß

dass er stirbt

und der sagen kann

dass er weiß

dass er stirbt

wie ein Hund

ist ein Mensch

 

Form : Aufgrund der Versstruktur hat das Gedicht eine besondere Wirkung, da man sich auf jeden Vers einzelnd konzentriert. Dies betont die Form der Aussage. Dies steht im Gegansatz zum „Schachtelsatz“ welchen einen normalen Satz darstellt. Bsp : „Ein Hund der weiß, dass er stirbt und der sagen kann, dass er weiß, dass er stirbt wie ein Hund, ist ein Mensch.“ Aufallend sind bei diesem Gedicht auch die betonten sinntragenden Versenden, da das Gedicht von der Versstruktur sosnst nahezu identisch ist. V3-5 und V7-9 sind wiederholungen, die der Author verwendet um V1und10 zu Verknüpfen. Diese Verknüpfung wirft eine paradoxe Aussage auf :“Ein Hund ist ein Mensch“. Außerdem finden wir in V6 den Wendepunkt dieses Gedichtes. Dies ist deutlich zu erkennen an der Anzahl der Wörter, und auch am optischen den V6 sticht aus dem Gedicht heraus.

Thesen : Es geht um die Frage, was einen Menschen ausmacht.                 Wenn wir sterben sind wir alle gleich. „Ein Hund der stirbt, ist ein Mensch“ Nazihintergrund : Juden wurden von den Nazis als Hunde bezeichnet.

Deutung : Wir schließsen aus, dass Erich Fried sich sowohl mit dem Begriff Mensch, alsauch mit dem Begriff Hund auf das menschliche bezieht und nicht auf das Tier. In diesem Gedicht wird klar, dass Mensch und Tier endlich in ihrer Existenz sind, jedoch werden sie durch zwei Punkte deutlich unterschieden.                                                                                                              Im Gegansatz zum Menschen, ist das Tier sich seiner Endlichkeit nicht bewusst. Sagt man einem Menschen, das er in 2 Monaten sterben wird, wird er dementsprechend Handeln, sagt man dies zu einem Tier wird nicht passieren.                                                                                                                     Der Mensch kann diese Erkenntnis versprachlichen. Selbst wenn ein Tier wüsste, das es sterben würde, könnte das Tier es nicht mitteilen.

Erich Fried erkennt die Sprachfähikeit als etwas besonderes menschliches an.

Zum Schluss der Stunde verteilt Herr Meltzow die Texte zu Interaktivismus, Nativismus, Behaviorismus und Kognitivismus. In Kleingruppen sollen wir nun die Aufgaben zu den jeweiligen, zugeteilten Texten erstellen und die Grundprinzipien des Textes herausschreiben.

Hausaufgabe : Aufgaben bearbeiten und Gedanken und Entwürfe zur Präsentierung überlegen

 

Protoll vom 05.09.2016

Protokollant: aibhai

Thema: Spracherwerbstheorien erschließen und beurteilen (Teil 1)

 

Wir setzen uns zur Hausaufgabenbesprechung in die vier Gruppen, die sich alle in der vorherigen Stunde mit einer Spracherwerbstheorie befasst haben. In den Gruppen werden die Aufgaben zu den jeweiligen Spracherwerbstheorien kurz schriftlich zusammengefasst, so dass sie im Anschluss vor dem Kurs präsentiert werden können. Die Theorien des „Behaviorismus“ und des „Interaktionismus“ werden vorgestellt.

 

Behaviorismus:

Was ist der Behaviorismus?

  • Kinder imitieren Erwachsenensprache nicht im großen Maße.
  • Kinder entnehmen der Sprache Regeln, um neue, nie dagewesene Sätze zu bilden.
  • Manchmal lernen Kinder häufig gehörte Dinge viel langsamer als selten Gehörtes

 

Wie verläuft der Behaviorismus?

  1. Kinder erwerben universellen Lernmechanismus.
  2. Kinder imitieren die Erwachsenensprache.
  3. Kinder verknüpfen Wörter nach relativen Häufigkeiten zu Sätzen.
  4. Kinder erwerben Sprachmodell.

 

Kritikpunkt an der Theorie: Es gibt keine Möglichkeiten für Wortneuschöpfungen, die ein Kind eigentlich entwickeln müsste!

 

 

 

Interaktionismus:

Was ist der Interaktionismus/Wie verläuft er?

Mütter sprechen aufgrund des eingeschränkten Verständnissvermögens der Kinder in einer vereinfachten, aber grammatikalisch korrekten Sprache. Dies tun Mütter und Väter, weil im Interaktionismus davon ausgegangen wird, dass Kinder Sprache nur schwer verstehen, wenn man mit ihnen auf Hochdeutsch kommuniziert. Der Interaktionismus geht nur von zwei genetischen Veranlagungen aus, die zum Spracherwerb wichtig sind, der Verarbeitungskapazität und der Auffassungsgabe.

Bsp.:  Schau mal, da ist ein Hund. = Oh, ein Wau Wau!

—> onomatopoetischer Sprachgebrauch

 

Protokoll vom 25.08.2016

Protokollant: bormel

Themen: Kursorganisation.  Kindlicher Spracherwerb

Kursorganisation

Herr Meltzow erläutert wesentliche Details zur Organisation von Kurs und Unterricht:

  • Die Sitzordnung soll durch ein U repräsentiert werden, so dass die Schülerinnen und Schüler vor jeder Stunde unaufgefordert die Tische entsprechend anordnen sollen.
  • Die Inhalte der beiden Kursjahre sind zu großen Teilen durch das Zentralabitur festgelegt. Teilweise sind dabei konkrete Texte/Lektüren vorgegeben (z.B. Goethes Faust als Drama oder Kafkas „Die Verwandlung“ als literarischer Text). Andere Werke können aber auch von der Lehrkraft ausgewählt werden. Insgesamt unterscheidet man vier Inhaltsfelder (Sprache, Texte, Kommunikation, Medien). Details findet man hier.
  • Zu jeder Unterrichtsstunde soll durch einen Schüler/eine Schülerin ein Verlaufs-Protokoll angefertigt werden. Dieses soll in einen Kursblog hochgeladen werden, so dass vor Klausuren repetitiv oder bei Abwesenheit der Unterricht nachvollzogen werden kann. Das Protokoll soll kurz sein,  aber größtenteils ausformulierte Sätze beinhalten und die wesentlichen Fragen und Ergebnisse der Unterrichtsstunde aufzeigen. Tafelbilder können und sollen einfließen. Hinweise zum Verfassen eines solchen Protokolls finden sich hier. Herr Meltzow betont, dass die Qualität des Protokolls auch für die Benotung der sonstigen Mitarbeit relevant ist.

Kindlicher Spracherwerb

Im zweiten Teil der Doppelstunde beginnt der inhaltliche Teil des Unterrichts, der sich zunächst mit dem übergeordneten Thema „Sprache“ und dem speziellen Thema des kindlichen Spracherwerbs beschäftigt.

Lehrer und Schüler berichten über Beobachtungen, die sie selber beim Spracherwerb von Kleinkindern gemacht haben:

  • Imitation (Nachahmung) spielt eine große Rolle. Die Wortbedeutungen sind dabei nicht immer klar.
  • Generalisierungen (Erkennen von Regelmäßigkeiten und deren Anwendung). Dabei kommt es auch zu Fehlern (Übergeneralisierungen). Beispiel: Erstens, zweitens, dreitens
  • Passive Sprachkompetenz möglich (Verweis auf mehrsprachig erzogene Kinder)

Danach wurde der Sachtext „Wenn die Wörter laufen lernen“ (2006) von S.Kersebaum gelesen, die Phasen des kindlichen Spracherwerbs wissenschaftlich untersucht hat.

Der Arbeitsauftrag bestand darin, sich Notizen zu den beschriebenen Phasen des Sprachererwerbs zu machen.

Hausaufgabe: Auf der Basis der Textlektüre sollen wesentliche Phasen und deren Kernmerkmale in einem Schaubild (z.B. Tabelle) dargestellt werden.