Protokoll vom 29.08.2016 und 01.09.2016

29.08.2016

Protokollant : Victor Barbu

Thema : Prinzipien eines Blogs

In der einzelstunde am Montag den 29.08 gehen wir die Prinzipien eines Blogs noch einmal durch. Herr Meltzow stellt seine website vor und erklärt und wie er sich den Blog wünscht. Hierbei wird erwähnt, dass der Blog immer bis zur nächsten Stunde fertig geschrieben sein soll.

 

01.09.2016

Thema : „Definition“ von Erich Fried

Erich Fried ist ein deutscher Nachkriegsauthor. Seine Eltern lebten im KZ. Mit seinem folgendem Gedicht beschäftigen wir uns in dieser Doppelstunde.

Ein Hund

der stirbt

und der weiß

dass er stirbt

und der sagen kann

dass er weiß

dass er stirbt

wie ein Hund

ist ein Mensch

 

Form : Aufgrund der Versstruktur hat das Gedicht eine besondere Wirkung, da man sich auf jeden Vers einzelnd konzentriert. Dies betont die Form der Aussage. Dies steht im Gegansatz zum „Schachtelsatz“ welchen einen normalen Satz darstellt. Bsp : „Ein Hund der weiß, dass er stirbt und der sagen kann, dass er weiß, dass er stirbt wie ein Hund, ist ein Mensch.“ Aufallend sind bei diesem Gedicht auch die betonten sinntragenden Versenden, da das Gedicht von der Versstruktur sosnst nahezu identisch ist. V3-5 und V7-9 sind wiederholungen, die der Author verwendet um V1und10 zu Verknüpfen. Diese Verknüpfung wirft eine paradoxe Aussage auf :“Ein Hund ist ein Mensch“. Außerdem finden wir in V6 den Wendepunkt dieses Gedichtes. Dies ist deutlich zu erkennen an der Anzahl der Wörter, und auch am optischen den V6 sticht aus dem Gedicht heraus.

Thesen : Es geht um die Frage, was einen Menschen ausmacht.                 Wenn wir sterben sind wir alle gleich. „Ein Hund der stirbt, ist ein Mensch“ Nazihintergrund : Juden wurden von den Nazis als Hunde bezeichnet.

Deutung : Wir schließsen aus, dass Erich Fried sich sowohl mit dem Begriff Mensch, alsauch mit dem Begriff Hund auf das menschliche bezieht und nicht auf das Tier. In diesem Gedicht wird klar, dass Mensch und Tier endlich in ihrer Existenz sind, jedoch werden sie durch zwei Punkte deutlich unterschieden.                                                                                                              Im Gegansatz zum Menschen, ist das Tier sich seiner Endlichkeit nicht bewusst. Sagt man einem Menschen, das er in 2 Monaten sterben wird, wird er dementsprechend Handeln, sagt man dies zu einem Tier wird nicht passieren.                                                                                                                     Der Mensch kann diese Erkenntnis versprachlichen. Selbst wenn ein Tier wüsste, das es sterben würde, könnte das Tier es nicht mitteilen.

Erich Fried erkennt die Sprachfähikeit als etwas besonderes menschliches an.

Zum Schluss der Stunde verteilt Herr Meltzow die Texte zu Interaktivismus, Nativismus, Behaviorismus und Kognitivismus. In Kleingruppen sollen wir nun die Aufgaben zu den jeweiligen, zugeteilten Texten erstellen und die Grundprinzipien des Textes herausschreiben.

Hausaufgabe : Aufgaben bearbeiten und Gedanken und Entwürfe zur Präsentierung überlegen

 

Protokoll vom 08.09.2016

Protokollant: aibhai

Thema: Spracherwerbstheorien erschließen und beurteilen ( Teil 2 )

 

 

Die Stunde beginnt mit dem Vortrag der zwei letzten Gruppen, die ihre Spracherwerbstheorien vorstellen. Der „Kognitivismus“ und der „Nativismus“ werden erklärt.

 

Kognitivismus:

Was ist der Kognitivismus?

Der Spracherwerb ist eine besondere Anwendung des allgemein geistigen Zugewinns. Es gibt daher kein Organ, welches ausschließlich für die Sprache, ihr Erlernen und ihre Anwendung, fokusiert ist. Vielmehr geht der Kognitivismus von einem einzigen, allgemeinen, kognitivem Organ aus, das zwar auch für Sprache, aber ebenfalls für logisches Denken und Ähnliches zuständig ist. Der Spracherwerb unterliegt indirekt genetischer Kontrolle, weil die Prinzipien menschlicher Kognition genetisch vorgegeben sind.           Es gibt also kein explizites Sprachorgan, sondern nur genetische Vorraussetzungen.

 

Wie verläuft der Kognitivismus?

  1. Das Kind sammelt durch die Sinne ganzheitliche Erfahrungen in der Umwelt.
  2. Diese Erfahrungen werden in Vorstellungen und innere Abbildungen umgesetzt.
  3. Symbolisierung durch ein Wort.
  4. Auf Basis der gesammelten Erfahrungen erlangt das Kind zunehmend die Fähigkeit abstrakt zu denken.

 

wichtig: Parallel zum Prozess des Spracherwerbs verläuft die geistige Reifung.

 

Nativismus (Funktionsweise & Verlauf):

Der Nativismus, entwickelt vom Sprachwissenschaftler Noam Chomsky, setzt sich aus zweierlei Sachen zusammen, dem „Input“ und dem „Vorwissen“. Der Input basiert fast ausschließlich auf der Aufnahme der Sprachkenntnisse aus der Außenwelt. Das Vorwissen ist im Gegensatz zum Input nichts, das man erlernt, sondern eine gentische Veranlagung. Gemeint ist ein Sprachorgan, in dem die Grundregeln der Grammatik angelegt sind.

Aus den zwei Grundbausteinen resultiert der Spracherwerb und rekursive Regeln fangen langsam an, zu reifen. Alles, was das Kind von sich gibt, wird dann als „Output“ bezeichnet.

wichtig: Sprache ist so komplex, dass im Menschen universelle Regeln veranlagt sind. Im Gegensatz zu uns kann künstliche Intelligenz Sprache kaum ansatzweise erfassen.

 

Nach Fragenklärung und einem riesen Applaus für die Kognitivismusgruppe diskutieren wir darüber, welche Theorie am (un-)überzeugendsten ist:

  • Kritikpunkte am Nativismus: Jedes Kind muss laut dem Nativismus gewisse (grammatikalische) Vorkenntnisse zum Spracherwerb besitzen. Jana meint aber, dass das nicht sein könne, weil jedes Kind in der Lage sei, jede Sprache zu erlernen. Und weil es (grammatikalische) Unterschiede zwischen Sprachen gebe, könne der Nativismus nicht korrekt sein, da sonst jeder Mensch die Veranlagungen zu jeder Sprache hätte.

—-> Einwand: Hr. Melzow und Anna entgegnen, es gebe eine Art                        „Universalgrammatik“, die bei allen Sprachen gleich sei.

  • Schüler nennen ihre favorisierten Ideen und begründen diese. Jedoch wird schnell klar, dass es nicht möglich ist, anhand einer simpelen Theorie die sehr komplexe Sprache zu erklären.

———–> Fazit:                                                                                                        Der ontogenetische Spracherwerb ist nicht nur durch eine Theorie zu erklären, sondern durch eine Kombination der verschiedenen Modelle. Sprachinput und Output-Kompetenz sind obligatorisch.

Protoll vom 05.09.2016

Protokollant: aibhai

Thema: Spracherwerbstheorien erschließen und beurteilen (Teil 1)

 

Wir setzen uns zur Hausaufgabenbesprechung in die vier Gruppen, die sich alle in der vorherigen Stunde mit einer Spracherwerbstheorie befasst haben. In den Gruppen werden die Aufgaben zu den jeweiligen Spracherwerbstheorien kurz schriftlich zusammengefasst, so dass sie im Anschluss vor dem Kurs präsentiert werden können. Die Theorien des „Behaviorismus“ und des „Interaktionismus“ werden vorgestellt.

 

Behaviorismus:

Was ist der Behaviorismus?

  • Kinder imitieren Erwachsenensprache nicht im großen Maße.
  • Kinder entnehmen der Sprache Regeln, um neue, nie dagewesene Sätze zu bilden.
  • Manchmal lernen Kinder häufig gehörte Dinge viel langsamer als selten Gehörtes

 

Wie verläuft der Behaviorismus?

  1. Kinder erwerben universellen Lernmechanismus.
  2. Kinder imitieren die Erwachsenensprache.
  3. Kinder verknüpfen Wörter nach relativen Häufigkeiten zu Sätzen.
  4. Kinder erwerben Sprachmodell.

 

Kritikpunkt an der Theorie: Es gibt keine Möglichkeiten für Wortneuschöpfungen, die ein Kind eigentlich entwickeln müsste!

 

 

 

Interaktionismus:

Was ist der Interaktionismus/Wie verläuft er?

Mütter sprechen aufgrund des eingeschränkten Verständnissvermögens der Kinder in einer vereinfachten, aber grammatikalisch korrekten Sprache. Dies tun Mütter und Väter, weil im Interaktionismus davon ausgegangen wird, dass Kinder Sprache nur schwer verstehen, wenn man mit ihnen auf Hochdeutsch kommuniziert. Der Interaktionismus geht nur von zwei genetischen Veranlagungen aus, die zum Spracherwerb wichtig sind, der Verarbeitungskapazität und der Auffassungsgabe.

Bsp.:  Schau mal, da ist ein Hund. = Oh, ein Wau Wau!

—> onomatopoetischer Sprachgebrauch

 

Protokoll vom 25.08.2016

Protokollant: bormel

Themen: Kursorganisation.  Kindlicher Spracherwerb

Kursorganisation

Herr Meltzow erläutert wesentliche Details zur Organisation von Kurs und Unterricht:

  • Die Sitzordnung soll durch ein U repräsentiert werden, so dass die Schülerinnen und Schüler vor jeder Stunde unaufgefordert die Tische entsprechend anordnen sollen.
  • Die Inhalte der beiden Kursjahre sind zu großen Teilen durch das Zentralabitur festgelegt. Teilweise sind dabei konkrete Texte/Lektüren vorgegeben (z.B. Goethes Faust als Drama oder Kafkas „Die Verwandlung“ als literarischer Text). Andere Werke können aber auch von der Lehrkraft ausgewählt werden. Insgesamt unterscheidet man vier Inhaltsfelder (Sprache, Texte, Kommunikation, Medien). Details findet man hier.
  • Zu jeder Unterrichtsstunde soll durch einen Schüler/eine Schülerin ein Verlaufs-Protokoll angefertigt werden. Dieses soll in einen Kursblog hochgeladen werden, so dass vor Klausuren repetitiv oder bei Abwesenheit der Unterricht nachvollzogen werden kann. Das Protokoll soll kurz sein,  aber größtenteils ausformulierte Sätze beinhalten und die wesentlichen Fragen und Ergebnisse der Unterrichtsstunde aufzeigen. Tafelbilder können und sollen einfließen. Hinweise zum Verfassen eines solchen Protokolls finden sich hier. Herr Meltzow betont, dass die Qualität des Protokolls auch für die Benotung der sonstigen Mitarbeit relevant ist.

Kindlicher Spracherwerb

Im zweiten Teil der Doppelstunde beginnt der inhaltliche Teil des Unterrichts, der sich zunächst mit dem übergeordneten Thema „Sprache“ und dem speziellen Thema des kindlichen Spracherwerbs beschäftigt.

Lehrer und Schüler berichten über Beobachtungen, die sie selber beim Spracherwerb von Kleinkindern gemacht haben:

  • Imitation (Nachahmung) spielt eine große Rolle. Die Wortbedeutungen sind dabei nicht immer klar.
  • Generalisierungen (Erkennen von Regelmäßigkeiten und deren Anwendung). Dabei kommt es auch zu Fehlern (Übergeneralisierungen). Beispiel: Erstens, zweitens, dreitens
  • Passive Sprachkompetenz möglich (Verweis auf mehrsprachig erzogene Kinder)

Danach wurde der Sachtext „Wenn die Wörter laufen lernen“ (2006) von S.Kersebaum gelesen, die Phasen des kindlichen Spracherwerbs wissenschaftlich untersucht hat.

Der Arbeitsauftrag bestand darin, sich Notizen zu den beschriebenen Phasen des Sprachererwerbs zu machen.

Hausaufgabe: Auf der Basis der Textlektüre sollen wesentliche Phasen und deren Kernmerkmale in einem Schaubild (z.B. Tabelle) dargestellt werden.